„Grottenschlecht“: VW in der Kritik
Ausgebremst. Wie die Autoindustrie Deutschland in die Krise fährt
Autoexperte moniert schlechte Produktivität
(ckr) Den guten VW-Gewinnzahlen zum Trotz geht der Autoexperte Helmut Becker (63) mit der Situation bei VW hart ins Gericht. „Wer sechs Millionen Autos verkauft, damit aber kaum Geld verdient, ist jenseits von Gut und Böse.“
Der frühere BMW-Chef-Volkswirt bringt am Montag ein Buch heraus. Titel: „Ausgebremst – wie die Autoindustrie Deutschland in die Krise fährt“. Er setzt sich darin mit VW auseinander. „Wichtig: Ich will kein Nörgler sein. Das Buch ist aus Sorge um Deutschland entstanden“, so Becker zur AZ/ WAZ.
VW liege im Kostenwettbewerb „grottenschlecht“ – so müsse die Produktivität dramatisch verbessert werden. „Toyota braucht pro Auto 18 Stunden, VW rund 35 Stunden“, so Becker. Dabei habe VW die Kraft, es mit Toyota aufzunehmen. „Technologisch, von den Autos her und der Breite des Angebots von Skoda bis Bugatti hat VW als einziger Hersteller die Kompetenz, Toyota Paroli zu bieten.“ Problem: VW produziere zu teuer, zu wenig Stückzahlen, hat zu viele Mitarbeiter an Bord und ist auf dem wichtigsten Automarkt, den USA, fast nicht präsent. Eine Lösung: Trotz des Wettbewerbs von VW/Audi, BMW und Mercedes müssten alle deutschen Hersteller „eine virtuelle Deutschland-Auto AG“ aufbauen. „Nur durch die Verringerung der Einkaufs- und Entwicklungskosten kann dem Verdrängungswettbewerb aus Asien begegnet werden“, so Becker.
„Ausgebremst“erscheint am Montag im Econ Verlag und kostet 22,90 Euro
1 Kommentare:
„Toyota braucht pro Auto 18 Stunden, VW rund 35 Stunden“
Hmmm Toyota überrascht mich bestimmt...
Kommentar veröffentlichen